Kulturfahrt

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Dr. Meinrad Pizzinini

Kulturfahrt


Friaul II
Eine mitteleuropäische Kulturlandschaft


(Wiederholung der Fahrt vom Mai 2017)

Donnerstag, 03. bis Sonntag, 06.05.2018
Abfahrt: 07:00 Uhr OMV-Tankstelle, Zustieg Völs-Ost
Rückkehr: Sonntag, 06.05.2018, ca. 20:00 Uhr

Fahrtbegleitung: Dr. Meinrad Pizzinini

Preis: Fahrt inkl. Führungen, Eintritte und Halbpension
pro Person im DZ € 395 / im EZ € 485
Preisänderungen für 2018 vorbehalten

Teilnehmerzahl: mind. 25 / max. 34 Personen
Anmeldung erforderlich unter info@kulturkreis-voels.at

1. Tag, Donnerstag, 03. Mai:
Anfahrt über das Pustertal bis Toblach – Misurinasee – Auronzo – Mauria-Pass (1.298 m) –
Socchieve (typisches karnisches Dorf; Kirche S. Martino mit Renaissance-Fresken und einem Altar des Gianfrancesco da Tolmezzo)
– Tolmezzo – Carnia – Gradisca (Unterkunft im Hotel Franz; www.hotelfranz.it).

Gradisca d’Isonzo (ehemals Stadt in der Grafschaft Görz, von Venezianern eingenommen, seit Maximilian I., Erbe der Görzer Grafen, habsburgisch; am zentralen Platz Säule mit Markuslöwe und vier Reliefs mit Szenen zur Geschichte der Stadt; mehrere Paläste wie Palazzo De Fin-Patuna, Palazzo Torriani, Palazzo dei Provveditori Veneti; Zitadelle; Dom Santi Pietro e Paolo, Chiesa dell‘Addolorata).
 
Gewölbefresko in der Kirche von Socchieve            2. Tag, Freitag, 04. Mai:
Monte S. Michele (Blick auf die Gegend von Görz, Kriegsschauplatz im Ersten Weltkrieg. Die Kriegshandlungen der 12 Isonzo-Schlachten zwischen Mai 1915 und Oktober 1917 forderten auf beiden Seiten zusammen über 1 Million Tote, Verwundete, Vermisste und hinterließen eine unbeschreibliche Verwüstung der ganzen Gegend).

Görz (Stadt und Burg im Besitz der Grafen von Görz, seit 1500 habsburgisch; kleiner Stadtrundgang mit Besichtigung des Domes zu den Hll. Hilarius und Tazianus u. a. mit Epitaph des Grafen Leonhard von Görz, gest. 1500).

Oslavia („Sacrario“ als Begräbnis- und Gedenkstätte für mehr als 57.000 in den Isonzo-Schlachten des Ersten Weltkrieges gefallene Soldaten).

San Daniele del Friuli (Stadt im friaulischen Hügelland mit historischem Stadtkern; Kirche Sant‘Antonio Abate, 1440/70 errichtet, mit prächtigen Renaissance-Fresken des Meisters Pellegrino da San Daniele; Stadt, berühmt durch die Rohschinkenerzeugung).

Spilimbergo (Zentrum der Altstadt eigentlich mittelalterliche Burg in ehemals strategisch wichtiger Lage am Tagliamento; bedeutendster Teil der Burg ist der „Palazzo dipinto“ mit sehr gut erhaltenem Freskenschmuck des 15. Jahrhunderts; „Dom“ Santa Maria Maggiore mit reichen mittelalterlichen Fresken).
Cormons (Besuch des Denkmals für Kaiser Maximilian I.; Möglichkeit des Einkaufs friaulischer Spezialitäten wie Wein, Gubana, Honig) – Gradisca.


 
Epitaph des Grafen Leonhard von Görz 3. Tag, Samstag, 05. Mai:
Palmanova (von der Republik Venedig zum Schutz vor den Angriffen der Habsburger und der Türken als Grenzfestung ab 1593 errichtet; eindrucksvolle Festungsstadt aus der Zeit der Spätrenaissance in Form eines neunzackigen Sterns mit drei Zufahrtstoren; regelmäßiges Netz aus drei konzentrischen und sechs radialen Straßen, die von der zentralen Piazza Grande ausgehen).

Campoformido, früher Campo Formio (Ort, bekannt durch den Friedensvertrag zwischen Kaiser Franz II. und Napoleon zur Beendigung des Ersten Koalitionskrieges, 17. Oktober 1797; Friedensstatue auf der Piazza Trattato, Kopie des Denkmals in Udine).

Villa Manin in Passariano bei Codroipo (Villa des letzten Dogen der Republik Venedig, Lodovico Manin; umfangreicher Baukomplex des 17./18. Jahrhunderts, wobei die Regeln des berühmten Architekten Andrea Palladio Beachtung fanden; Zugang zum überdimensionalen Rundhof über eine Brücke, im Hintergrund das dreigeschoßige „Herrenhaus“).

San Vito al Tagliamento (Stadt, ehemals in unmittelbarem Besitz der Patriarchen von Aquileia mit bedeutenden Resten des mittelalterlichen Mauerrings mit Wassergraben; „Dom“ zu den Hll. Vitus, Crescentia und Modestus; Santa Maria dei Battuti mit reicher qualitätsvoller Renaissance-Freskendekoration des Pomponio Amalteo).

Sesto al Reghena (Klosterbezirk „Santa Maria in Sylvis“, nach der Überlieferung langobardische Gründung; Zugang durch den mit einem Graben geschützten Torturm; romanische Klosterkirche als dreischiffige Basilika; Malereien von 1324/36, ausgeführt von zwei Schülern Giottos; Krypta mit Grabstätte der Hl. Anastasia) – Gradisca.


 
Teil des Castello di Sopra von Strassoldo 4. Tag, Sonntag, 06. Mai:
Strassoldo (Nähe Cervignano; kleiner malerischer Ort, reich an geschichtlichen Zeugnissen, der den Namen einer einst mächtigen Familie trägt, die heute noch hier ihren Wohnsitz hat. Die Adelsfamilie war vielfach in habsburgischen Diensten als Beamte und Militärs tätig).

Pordenone (durch Jahrhunderte Stadt im Besitz der Habsburger, erst 1516 an Venedig abgetreten; Domkirche San Marco um die Mitte des 13. Jahrhunderts in romanisch-gotischem Stil begonnen, Renaissanceportal von 1511; gewaltiger, über 70 m hoher Campanile, 1347 fertiggestellt; Palazzo Comunale mit offener Loggia und seitlichen Türmchen; im Corso Vittorio Emanuele II, einem der reizvollsten Straßenzüge in ganz Friaul, mehrere mittelalterliche Häuser, teils mit Freskenschmuck versehen, darunter österreichischer Bindenschild und Wappen der Grafen von Görz).


Weiterfahrt über Vittorio Veneto – Lago di Santa Croce – Piavetal mit Longarone (Stausee-Unglück am Abend des 9. Oktober 1963 mit mehr als 2000 Toten) – Pieve di Cadore – Misurinasee – Toblach – Brenner – Innsbruck – Völs.