Kulturwanderung

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Karl Pertl
Fotos: Karl Pertl

Kulturwanderung


Kulturwanderung mit Karl Pertl



Samstag, 15.06.2019
Beginn: 14:00 Uhr

Treffpunkt: Pestfriedhof in der Kranebitterstraße

Teilnahme: frei

Begleitung und Erklärung: Karl Pertl

 
Pestfriedhof
Fotos: Karl Pertl 1625 trieb die Pest in Völs ihr tödliches Unwesen. Der Pestfriedhof erinnert daran. Unsere Wanderung führt uns vorbei am „Fischerhäusl“ zum Gasthof „Maximilian“. Über die Seestraße – früher Seeweg – kommen wir zur ehemaligen Schottergrube, wo viele Jahre Schotter abgebaut wurde. Graf Alberti Poja – ein Adeliger aus Trient – war Bahnstationsvorsteher in Völs. Das Völser-See-Projekt war ihm ein großes Anliegen.

Dabei gab es auf dieser Fläche schon zu Zeiten von „Sigmund dem Münzreichen“ (1446 bis 1490) und Maximilian (ab 1490) einen See. Nach einem Murenabgang auf die Wasserzufuhr vom Sendersbach verlandete der See um 1771.

 
Fotomontage Völser See
Fotos: Karl Pertl Unter Bürgermeister Felix Ostermann wurde auf Anregung und nach Ausarbeitung des Projektes durch engagierte Völser Biologen auf der ehemaligen Seefläche das Biotop „Völser Teich“ geschaffen.
In den Kriegsjahren wurde im Bereich der nunmehrigen Teichfläche das RAD-Lager mit 14 Baracken errichtet (Relikte der NS Zeit), von denen teilweise noch der Unterbau zu sehen ist.

 
Seegrund 1950 unverbaut
Fotos: Karl Pertl Vom „Hörtnagl-Hof“ gelangen wir zur Tischlerei Norer. Das Grundstück hat eine bewegte Geschichte: Ein Ziegelwerk, ein Sägewerk, die Garvenswerke. Am 20.10.1912 brannte das Sägewerk der Firma „Degginger und Heß“ komplett nieder. Das dazugehörige Bretterlager war westlich des Völser Bahnhofs. Direkt durch das Gebäude Bahnhofstraße 42 (neu Hechenbergweg 6) führten die Gleise für den Holztransport bis zum Sägewerk.